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| Sa. 10.07.2010 um 14:00 Uhr | ||
| Rietschen
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| So. 11.07.2010 um 14:00 Uhr | ||
| Holtendorf
0 : 8 ( 0 : 5 ) lesen |
Der NFV wird in zwei Hitzeschlachten voll gefordert
Von Dirk Macykowski
Gegen die Dresdner Dynamo-Reserve halten die Görlitzer noch gut mit, gegen Breslau sind die Gelb-Weißen ohne Chance.
Nach einem „lockerem Aufgalopp“ am Donnerstagabend, an dem der Großteil des neu formierten Kaders der ersten und zweiten Mannschaft teilnahm, wurde den Fußballern des NFV und ihren Gegnern am Wochenende auf Grund der unerträglichen Hitze alles abverlangt.
NFV Gelb-Weiß Görlitz 09 - SG Dynamo Dresden II 0 : 1 ( 0 : 0 )
Im ersten Vorbereitungsspiel am Sonnabend in Rietschen hielt der NFV vor rund 150 Zuschauern gegen den eine Klasse höher spielenden Kontrahenten gut mit und hatte sogar Chancen für ein Tor. Insgesamt gesehen war die zweite Vertretung von Dynamo die etwas bessere Mannschaft. Nur im Torabschluss scheint Neutrainer Köhler noch viel Arbeit vor sich zu haben. Torschütze des Tages war Max Worbs, der in der 65 Minute ein Missverständnis zwischen Torwart und Abwehrspieler eiskalt zu nutzen wusste.
Obwohl beim NFV noch einige Spieler fehlten, sah vor allem die erste Halbzeit sehr vielversprechend aus. Dabei hinterließ Sebastian Pätzold im NFV-Kasten einen sehr sicheren Eindruck. Jens Garbe, Arkadiusz Nowak und Neuzugang Richard Lätsch harmonierten außerdem in der Abwehr überraschend gut. In der Pause wurde kräftig durchgewechselt. Röhricht kam für Pätzold in den Kasten und einige Nachwuchs- und Anschlusskader bekamen ihre Chance. Dennoch brachte das dem NFV-Spiel keinen Abbruch. Weitere Chancen gab es auf beiden Seiten.
Erst vergab der 22-jährige Martin Scholze, der seine fußballerische Laufbahn einst in Görlitz begonnen hatte, über die Stationen Hamburger SV, Bayer 04 Leverkusen (jeweils Nachwuchs) zu Borea Dresden und jetzt in der Sommerpause zur Dynamo-Reserve gewechselt war. Kurz danach rutschte Simon bei einem schnellen NFV-Angriff am Ball vorbei. In der 63. Minute schloss der agile Hoinko mit einem sehenswerten Schuss einen Konter ab. Das 1:0 für Dresden fiel aus einem Torwartfehler heraus. Bis zum Spielende versuchten die Görlitzer, den Ausgleich zu erzielen.
Bester Mann auf dem Rasen im Dresdner Trikot war der Ex-Görlitzer Martin Scholze. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler glänzte durch sicheres Passspiel und Tempodribblings. Zudem nahm Köhler gleich vier Gastspieler im Aufgebot der Schwarz-Gelben noch intensiv unter die Lupe. So erhielten Innenverteidiger Marian Spanier (VfB Pößneck) und Ronald Wolf (Budissa Bautzen) sowie Torwart Axel Mittag und Stürmer Halil-Cemre Tozar (beide SC Borea Dresden) die Möglichkeit, ihr Können zu zeigen. Ob es zu einer Verpflichtung reicht, werden die nächsten Tage zeigen. Kapitän Ronny Kreher konnte wegen einer im Training erlittenen Innenbandverletzung nicht mitwirken und fällt ebenso wie der Ex-Görlitzer Carl Labisch (Kiefer-OP) und Marcus Hüppe (Knie-OP) für mindestens vier bis sechs Wochen aus. Großes Lob von beiden Mannschaften erhielten die Organisatoren in Rietschen. Sie sorgten für das leibliche Wohl und vor allem ausreichend Wasser.
NFV Gelb-Weiß Görlitz 09 - Slask Wroclaw 0 : 8 ( 0 : 5 )
Auch die Verantwortlichen vom Holtendorfer SV hatten am Sonntag alles perfekt vorbereitet. Der einzige Wehrmutstropfen: Es wagten sich bei dieser Bruthitze nur wenige vor die Haustür. Die Unverwegenen, die den Auftritt beider Mannschaften verfolgten, kamen dennoch voll auf ihre Kosten und sahen einen lockeren 8:0-Sieg des polnischen Erstligisten. Die Gäste waren bei tropischen Temperaturen physisch sehr stark und hatten vor allem in der ersten Halbzeit ordentlich Zug zum Tor. Ein Tor für die Gelb-Weißen wurde wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht gegeben.
Während Bayern München im vergangenen Jahr 20 Minuten zum Warmschießen benötigte, zappelte diesmal das runde Leder bereits nach handgestoppten 27 Sekunden erstmals im Netz. Die Abwehrkette wurde über den rechten Flügel aufgebrochen und Sobotta traf. Nach 20 Minuten zogen die Gäste bereits auf 4:0 davon. Besonders der erst 23-jährige Neuzugang Christian Omar Diaz machte der NFV-Abwehr das Leben zur Hölle. Der turboschnelle und trickreiche Argentinier wurde in der vergangenen Spielzeit beim Club San Jose mit 18 Treffern in 20 Partien Torschützenkönig in der bolivianischen Meisterschaft und daraufhin für zwei Jahre von Breslau verpflichtet. Eine gute NFV-Chance hatte Schneider mit einem Schuss aus 20 Metern in der sechsten Minute. Auffallend viele Gegentreffer bekamen die Görlitzer nach Standards. Ohne die kopfballstarken Jugo und Jablonski im Abwehrzentrum waren sie den Gästen unterlegen. So entstand das 0:2 nach einer Ecke per Kopf durch Kazmerczik (8.). Der dritte Treffer fiel wieder nach einer Ecke durch Celeban (15.). Das 0:4 (20.) und das 0:5 (22.) erzielte Diaz. Mit diesem Resultat ging es in die Pause. Beeindruckt von deren athletischer Spielweise war auch Trainer Wonneberger, der in der Halbzeit seine Jungs taktisch neu ausrichtete.
Die Gäste brachten die zweite komplette Formation, sahen aber nicht so eingespielt aus. Das 0:6 durch Giekiewicz fiel wieder im Anschluss an eine Ecke per Kopf (53.). Danach gelang es den Gelb-Weißen, den Ball auch mal länger in den eigenen Reihen zu halten. Eine ganz dicke Chance gab es durch Schätzel (65.). Nach einer Ecke zog er kurz und trocken ab. Hier musste sich der Breslauer Torwart ganz lang machen.
Dem 0:7 (70.) ging eine Unstimmigkeit in der Görlitzer Abwehr voraus. Wieder war es Giekiewicz, der durchstartete und eigentlich den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Den Endstand erzielte Wiezik in der 78. Minute. Mit einem Pass wurde die gesamte NFV-Abwehr ausgehebelt und plötzlich liefen drei Gästespieler allein auf das Tor zu. Leider verweigerte im Anschluss der Schiedsrichter den Gastgebern den sicher verdienten Ehrentreffer. Der Ball lag schon im Kasten der Breslauer. Allerdings entschieden die Unparteiischen aus Kamenz umstritten auf Abseits.
Beim NFV geht das Training nun richtig los. Den nächsten Test gibt es vermutlich Donnerstagabend in Bautzen gegen Budissa.
(Bilddatei anzeigen "undefined") Informationen und Ergebnisse zu den aktuellen Spielen gibt es hier
Ansetzungen 1.Männer und 2.Männer
Vorläufige Ansetzungen der A-, B- , C- , D- , E-Junioren eingestellt
Grandiose kickfixx-WM Vorrunde in Görlitz
(Bilddatei anzeigen "undefined") (Bildverweis)Schon bei der Anreise am Samstag in aller Frühe war bei den Kindern und Eltern die Vorfreude auf einen tollen Fußballtag zu spüren. Ein buntes Stadion der Freundschaft begrüßte die F-Junioren und später E-Junioren aus Sachsen und Tschechien. Phänomenale Unterstützung wurde den Kickern über den gesamten Tag zuteil. In afrikanischen Trachten gekleidet (Nigeria), mit Sombreros ausgestattet (Mexiko), bewaffnet mit einen Tablett voller griechischer Leckerbissen, Stirnbänder, Fahnen, Perücken, Vuvuzelas, Sumoringervorführung … – überragend präsentierten die Mannschaften ihre Länder. Afrikanisches Wetter und Köstlichkeiten vom Restaurant „Mama Afrika“ trugen ebenfalls zu einen unvergesslichen Fußballerlebnis bei. Dazu dann noch die Möglichkeiten, sich beim Jonglieren, Torwandschießen, Tauziehen und auf der Hüpfburg auszutoben, ein rundum gelungenes Fußballfest. Landrat Bernd Lange eröffnete sichtlich beeindruckt die Weltmeisterschaft und alle anwesenden Mannschaften waren voller Lob für das Turnier.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Helfer, besonders an das Team um Raffael Grüllig für den Transport, dem Sicherheits- und Parkplatzteam um Mirko Vodicka, den Eltern der E-Jugend, die Kuchen mitgeschickt haben, Uwe Heiße, Angelika Hänisch und Andreas Bettermann, die uns aus anderen Görlitzer Vereinen unterstützten, unserem Stadionsprecher Frank Hoffmann, den Johannitern um Tom Stellmach für die 1.Hilfe, den NFV Trainern Jan Reichel, Ulf Model, Michael Pofe, Manuel Kallipäus und den Eltern der F1 an den Ständen, Herrn Kuhnt vom Kinderspielpark Kaltwasser für die Hüpfburg, der Landkronbrauerei, Siemens und der Stadt Görlitz, insbesondere bei Frau Baenisch vom Sportamt und dem Betriebshof.
Ein Extralob geht an die Eltern der E1, die nicht nur eine Vielzahl von Ständen betreuten, sondern den Aufbau am Freitagnachmittag und den Abbau am Sonnabendabend in ihre Hand nahmen. Sollte ich jemanden vergessen haben, so tut es mir sehr leid. Es zeigt einfach bloß, wie viele fleißige Unterstützer das Turnier hatte.
Die Zusammenarbeit zwischen allen kickfixx-Leuten um Thomas Wockatz und Martin Wolf, dem Restaurant „Mama Afrika“ und den Verantwortlichen vom NFV Andreas Jurk und Thomas von Brezinski lief prima, so dass wir stolz sein können, ein solch großes Jugendturnier auf die Beine gestellt zu haben.
Informationen zu dem Turnierausgang und Bilder unter http://kickfixx.de/
Görlitzer Ferien-Fußball- Camp 2010
"Kinder stark machen"
(Bilddatei anzeigen "undefined") (Bildverweis)Das Görlitzer Ferien-Camp wurde vor 12 Jahren ausgedacht von den Trainern des Trainingsstützpunktes Görlitz. Es ist gedacht als altersspezifische Feriengestaltung von fußballinteressierten Mädchen und Jungen diesseits und jenseits der Neiße.
Es ist eine Veranstaltung von LIONS Club Görlitz/ Zgorzelec,
Polizeireviers Görlitz, NFV GelbWeiß Görlitz 09 e.V.
Talentstützpunktes Görlitz des DFB
für Mädchen und Jungen ab 6 Jahre
vom 19. bis 23.Juli 2010
und
26. bis 30.Juli 2010
in Görlitz- Hagenwerder
Wahl des neuen Vorstandes ist besiegelt
(Bilddatei anzeigen) Am Dienstag den 27.04.2010 fanden sich der Großteil aller Vereinsmitglieder zu einem besonderen Anlass in Martin´s Klause zusammen. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung sollte über die Wahl des neuen Vorstandes entscheiden. Zu Beginn der Versammlung wurden insgesamt 51, davon sowohl aktive als auch passive Mitglieder , Zeuge der Entlastung des alten Vorstandes um Vüllings, Model, Baum und Geweniger. Präsident Carsten Liebig, zeigte sich sehr dankbar für die aufopferungsvolle Arbeit unser ehemaligen Vorstandsmitglieder in den letzen 5 Jahre und auch die anwesenden Mitglieder sorgten mit einem lauten Beifall für eine gelungene Verabschiedung. Der entlastete Vorstandsvorsitzende Vülings ließ seine Amtszeit noch einmal kurz Revue passieren und blickte auf 5 ereignisreiche Jahre zurück.
Nun geht der NFV mit einem neuen Vorstand optimistisch der Zukunft entgegen. Hagen Grothe wurde von der Mitgliederversammlung zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt, Jens Eichberg (Technischer Vorstand), Manfred Kretschmer (Finanzvorstand), Fred Wonneberger (Geschäftsführer), Carsten Liebig (Präsident) und Andreas Jurk (Nachwuchsvorstand) komplettieren die neue Vereinsführung des NFV, die es sich zum Ziel gesetzt hat, mittelfristig unserem Verein wieder eine bestimmendere Rolle in der Region zu verschaffen und von den sportlichen/wirtschaftlichen Voraussetzungen, auf das Vorbild Budissa Bautzen aufschließen zu können.
Wir wünschen dem Vorstand viel Erfolg und
Willenskraft bei den bevorstehenden Aufgaben!
weitere Beschlüsse wurden mit großer Mehrheit beschlossen
Änderung der Satzung
Änderung der Beitragsordnung
-Dirk Macykowski-
KOOPERATIONSVERTRAG
(Bilddatei anzeigen "undefined")
Zu Beginn des Jahres 2009 entschlossen sich der NFV Gelb-Weiß Görlitz und der Holtendorfer SV, eine Kooperation im Bereich der Nachwuchsmannschaften einzugehen. Dabei galt es, Großfeld- und 8 Kleinfeldmannschaften im Trainings- und Spielbetrieb zu organisieren. Die Beweggründe für die Zusammenarbeit im Nachwuchs waren, die geburtenschwachen Jahrgänge und das Ziel leistungsorientiert in den jeweiligen Altersklassen zu trainieren.
Am 28. August 2009 wurde dann durch die Unterschriften der Präsidenten bzw. Vorstandsvorsitzenden und Nachwuchsleitern der Vereine Holtendorfer SV und dem NFV Gelb Weiß Görlitz 09 der Grundstein gelegt, um den Kooperationsvertrag mit Leben zu erfüllen.
Im Kleinfeldbereich ( E- und D-Jugend ) wurden die besten Spieler der beiden Vereine unter Führung des Holtendorfer SV in der Ausbildungsmannschaft der jeweiligen Altersklassen vereint. Die Mannschaften der beiden Vereine trainieren auf der Sportanlage des Holtendorfer SV zusammen, um damit ein besseres Zusammenwachsen aller Beteiligten zu ermöglich. Es wurden weiterhin Fahrdienste eingerichtet, um die Spieler beider Vereine zum Training zu holen.
Bei den Altersklassen C bis A-Junioren wird die Ausbildungsmannschaft aus den Spielern beider Vereine vom Nachwuchsbereich des NFV Gelb Weiß Görlitz 09 betreut und trainiert. Zum Ende der ersten Halbserie kann festgestellt werden, dass die Kooperation zwischen dem NFV Gelb-Weiß Görlitz und dem Holtendorfer SV der richtige Schritt für beide Vereine war.
In den Leistungsmannschaften, in denen die Leistungsträger beider Vereine zusammen spielen, ist der Erfolg, nach nur einem halben Jahr, an den Tabellenständen ablesbar. So spielen die A-, B- und D-Junioren um den Aufstieg in die nächst höhere Liga.
Bei den E-Junioren belegt man die Plätze zwei und drei. In den zweiten Mannschaften wurden die Kinder so verteilt, dass diese am Spielbetrieb teilnehmen konnten. Auch dort ist nach der Findungsphase eine Leistungssteigerung sichtbar.
Trotz des positiven Fazits wartet noch einige Arbeit auf beide Vereine.
Die Trainingszeiten für die jeweiligen Altersklassen können unter folgender Telefonnummer
03581-332502 bzw. auf der Geschäftsstelle des NFV Gelb Weiß Görlitz 09 sowie unter 03581-750333 für die Bereiche des Holtendorfer SV erfragt werden.
Andreas Jurk Roman Tschackert
Jugendleiter NFV Gelb-Weiß Görlitz Jugendleiter Holtendorfer SV
(Bilddatei anzeigen) (Bildverweis)
Dienstag 29. Juni 2010
Der NFV hat schon sieben neue Spieler
Von Frank Thümmler
Der Landesligist NFV Gelb-Weiß Görlitz bastelt schon kräftig am Kader für die neue Saison. Sieben Neuzugänge haben die Görlitzer an der Angel. Prominentester Neuzugang wird Lars Krüger sein, ein 23-jähriger Verteidiger vom Oberligisten SC Borea Dresden und bis zu seiner Verletzung im Februar deren Kapitän. Krüger war in der ersten Halbserie unumstrittener Stammspieler bei Borea und kämpfte sich nach seiner Verletzung wieder in das Team zurück.
Mit Stürmer Robert Boese (FSV Empor Löbau), Richard Lätsch (Eintracht Niesky), Tommy Junge (Blau-Weiß-Empor Deutsch Ossig), Michael Hielscher (VfB Zittau) und Robert Vollrath (VfB Zittau) werden mehrere Spieler der Region versuchen, sich an das Landesliganiveau heranzukämpfen. Außerdem kommt der Ex-Görlitzer Paul Lehmann zurück, der allerdings in Jena studiert, der Reservemannschaft helfen und in der Ersten jederzeit einspringen kann.
Auf der anderen Seite ist es für die Görlitzer NFV-Fans bitter, dass ausgerechnet drei Eigengewächse den Verein verlassen. Stürmer Stefan Höer nimmt ein Angebot des Landkreisrivalen FC Oberlausitz Neugersdorf an, Mittelfeldkämpfer Clemens Russek zieht es nach See und auch der in Ungnade gefallenene Tobias Eberlein hat sich abgemeldet.
Montag 28. Juni 2010
Ballack-Berater sorgt für Verstärkung bei Borea
Von Jürgen Schwarz
Fußball-Oberligist SC Borea Dresden hat die ersten Neuzugänge für die kommende Saison unter Vertrag genommen. Vom polnischen Erstligisten Jagiellonia Bialystok kommt Michal Kubiak. Der 23-jährige Offensivspieler durchlief die Nachwuchsschule bei Hertha BSC – „und hat mit Michael Becker den gleichen Berater wie Michael Ballack“, verrät Thomas Baron, Boreas Sportdirektor und Oberliga-Trainer.
Kubiak unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012. Wieso es den Mittelfeldspieler, der schon in der polnischen Juniorenauswahl kickte, ausgerechnet in den Jägerpark verschlägt, verrät Baron auch: „Sein Vater lebt in der Nähe von Dresden und ist leider schwer erkrankt. Michal hat ihm sehr viel zu verdanken und deshalb möchte er jetzt in seiner Nähe sein, aber trotzdem weiter Fußball spielen. Da ich Michael Becker kenne, hat es sich ergeben, dass wir nun einen hoffentlich starken Neuzugang präsentieren können“, so Baron. „Für Michal kann Borea das Sprungbrett werden, innerhalb Deutschlands in eine höhere Liga zu wechseln.“
Ebenfalls für zwei Jahre hat der 25-jährige Mittelfeldspieler Sven Jordan vom brandenburgischen Verbandsligisten Blau-Gelb Laubsdorf unterschrieben, den Baron „schon längere Zeit auf dem Zettel hatte“. Zudem verlängerten Philipp Masak und Erik Weskott ihre Verträge um ein Jahr. Aus dem Juniorenbereich rücken Martin Schumann und Christian Richter auf. Bereits in der Vorsaison waren mit Robert Kluttig, Alexander Rohmann und Oliver Genausch Spieler der A-Junioren zum Einsatz gekommen, die nun einen festen Platz im Oberligakader haben.
Allerdings muss Borea auch einige Abmeldungen in Kauf nehmen. Hatte Baron das Laufbahnende von Alexander Gleis und den Weggang von Torhüter Axel Mittag (Heidenauer SV) einkalkuliert, so treffen ihn die Abgänge von Marco Britschka (Dynamo Dresden III), Martin Scholze und John Boros (beide unbekannt) sicher empfindlicher. „Britschka hatte ein Angebot vorliegen, will aber lieber in der Landesliga spielen. Boros studiert in Jena, sein Weggang war schon länger klar. Scholze wollte bei uns neuen Schwung holen und versucht nun, in der Regionalliga einen neuen Verein zu finden“, informiert Baron, der am Freitag zur ersten Trainingseinheit ruft „und bis dahin noch denen einen oder anderen Neuzugang binden möchte“. Mit dabei wird dann auch Gunnar Grundmann sein, der als Torwart-Trainer bei Borea einstieg, nachdem sein Vertrag bei Dynamo Dresden nicht verlängert worden war.
Dynamo-Reserve zieht um
Schon heute startet das Oberliga-Team der SG Dynamo in die Saison-Vorbereitung. Um 17 Uhr wird der neue Trainer Thomas Köhler seine Mannschaft auf der Anlage der SG Weißig begrüßen – auch die U23 der Schwarz-Gelben muss ja wegen der U20-WM der Frauen im Juli die Kabinen im Rudolf-Harbig-Stadion räumen.
Die in den Seniorenbereich aufrückenden A-Jugendspieler dürfen noch bis 6. Juli ausspannen, nachdem sie bis weit in den Juni hinein um den Bundesliga-Aufstieg kämpften. Bis zum Punktspielstart am 7./8. August wird auch Fitness-Trainer Dietmar Jarosch mit Sprinttests und Kraftkreisen regelmäßig für spezielle Reize sorgen. Köhler wird mit seinem Team in dieser Zeit „mindestens vier Testspiele und ein Blitzturnier absolvieren“. Am 10. Juli wartet mit Gelb-Weiß Görlitz (Sachsenliga) die erste Herausforderung, die Generalprobe für den Saisonauftakt wird das Spiel gegen die U23 vom FC Energie Cottbus (Regionalliga Nord) am 31. Juli sein.
„Wir sind eine Ausbildungsmannschaft, wollen aber auch Erfolg haben“, stellt Köhler klar. „Die Jungs sollen die Oberliga als Sprungbrett nutzen.“ Die U23 von Energie Cottbus hatte der 42-Jährige vor drei Jahren aus der Ober- in die Regionalliga geführt. Neu eingegliedert in die NOFV-Oberliga Süd wird zum Spieljahr 2010/11 übrigens der bisherige Nord-Vertreter FSV Luckenwalde. Ergänzt wird das 16er Feld durch die Aufsteiger 1. FC Magdeburg II, Wacker Gotha und Sachsenmeister Chemnitzer FC II.
Offensivspieler Toni Rehm wechselt von Einheit Kamenz zu Budissa Bautzen
Fußball-Oberligist Budissa Bautzen vermeldet einen weiteren Neuzugang. Vom Landesliga-Vizemeister SV Einheit Kamenz wechselt Toni Rehm zu den Spreestädtern. Der 21-Jährige ist der Sohn der Lebensgefährtin von Stefan Hoßmang. „Er hat sehr viel Talent, war auf der Sportschule und spielte schon für Dynamo und Cottbus“, berichtet Budissas Co-Trainer. Rehm unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2012.
Der talentierte Offensivspieler spielte bis 2007 im Nachwuchsbereich für den FC Energie Cottbus, bevor er in die Lessingstadt umzog. Dort gewann er unter den Fittichen von Trainer Thomas Hentschel mit Einheit die Bezirksmeisterschaft und spielte danach zwei Serien in der Sachsenliga. In der abgelaufenen Landesligaserie bestritt Rehm 16 Punktspiele für die Kamenzer und erzielte zwei Tore.
Bereits am 3. Juli bestreiten die Bautzener in Herrnhut ihr erstes Vorbereitungsspiel beim BSV 1997 Lohsa. Bereits wenige Tage später trifft Toni Rehm auf seine Ex-Kollegen aus Kamenz. Am 11. Juli bestreiten Budissa und Einheit ein Freundschaftsspiel in Nebelschütz. „Wir beginnen extra zwei Tage eher mit dem Training, um nicht ganz unvorbereitet in dieses Spiel zu gehen“, sagt Hentschel. Schon Ende Juli gibt es dann erneut ein Wiedersehen der beiden Teams, denn für den Oberlausitz-Cup am 24. und 25. Juli wurden Budissa und Einheit in eine Staffel gelost. (js)
Personalkarussell dreht sich schneller
Von Jürgen Schwarz
Dynamo III, VFC Plauen II und RB Leipzig II heißen die Aufsteiger in die Landesliga.
Richtig auf Touren kommt derzeit das „Personalkarussell” in der 5. und 6. Liga, was aus Sicht von Budissa Bautzen und Einheit Kamenz, die in der abgelaufenen Saison jeweils Rang zwei in ihrer Spielklasse belegten, natürlich interessant ist.
So wechselt Jörg Laskowski, mit 26 Treffern der Torschützenkönig der abgelaufenen Landesliga-Saison, vom VfB Fortuna Chemnitz zum Fußball-Oberligisten FSV Zwickau. Auch Ex-Dynamo Daniel Meinel verlässt Fortuna und schließt sich Sachsenmeister Chemnitzer FC II an. Einen torgefährlichen Stürmer will sich der FC Sachsen Leipzig an Land ziehen. Vom Liga-Kontrahenten Rot-Weiß Erfurt II soll Christian Beck (15 Saisontreffer) kommen. Neuer Trainer von Oberliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg II ist Wolfgang Sandhowe. Der 56-Jährige arbeitete u.a. schon in Babelsberg, Braunschweig und Ahlen. Neben der CFC-Reserve ist Wacker Gotha der dritte Aufsteiger in der Süd-Staffel. Zudem wurde der FSV 63 Luckenwalde neu in die Oberliga Süd eingegliedert.
Bornaer SV 91 zieht zurück
Der Bornaer SV 91 hat seine Mannschaft aus der Fußball-Sachsenliga zurückgezogen. Blau-Weiß Leipzig, eigentlich abgestiegen, verbliebt dadurch in der sechsthöchsten Spielklasse. Die Aufsteiger in die Landesliga sind die SG Dynamo Dresden III, der VFC Plauen II und RasenBallsport Leipzig II. RB II geht aber wieder in den SSV Markranstädt über und soll zukünftig angeblich mit 100000 Euro pro Jahr von den “Bullen” unterstützt werden. Markranstädt hatte 2009 seinen Oberligaplatz für RB Leipzig zur Verfügung gestellt – die „Bullen“ schafften sofort den Aufstieg in die Regionalliga.
Freitag 18. Juni 2010
Ex-Budisse Runt wechselt nach Kamenz
Einheit-Trainer Thomas Hentschel kann schon vier neue Spieler vermelden.
Nur wenige Tage nach dem Saisonende in der Sachsenliga hat Vizemeister SV Einheit Kamenz bereits vier neue Spieler unter Vertrag genommen. Vom Liga-Kontrahenten VfL Pirna-Copitz 07 kommen die Mittelfeldspieler Stefan Minge (24) und Christoph Hartmann (23) sowie vom Ludwigsfelder FC (Oberliga Nord) Abwehrspieler Patrick Neumann (20). Zudem setzt Trainer Thomas Hentschel auf die Erfahrung des 34-jährigen Tschechen Pavel Runt. „Ein typischer Zehner“, freut sich der Coach über die Verpflichtung seines Wunschspielers und Ex-Schützlings.
Runt und Hentschel kennen sich aus gemeinsamen Oberligazeiten bei Budissa Bautzen. Zuletzt spielte der Routinier für den tschechischen Drittligisten Arsenal Ceska Lipa. Als Abgänge stehen bei Einheit bisher Sebastian Kieback (1. FC Lok Leipzig) und Benjamin Hoßmang (Ziel unbekannt) fest. Pierre Nebes liegt ein Angebot des Bezirksligisten Heidenauer SV vor. „Ja, wir wollen ihn unbedingt“, bestätigt HSV-Trainer Bernd Fröhlich das Interesse. „Pierre Nebes hat aber bei uns noch einen Vertrag bis 2011“, erinnert Kollege Thomas Hentschel, aber: „Sollten sich die Vereine einigen, kann er nach Heidenau wechseln.“ (js)
Dienstag 15. Juni 2010
Der Trainer von Gelb-Weiß Görlitz ist mit der Saison zufrieden. Jetzt muss der Kader verbreitert werden.
Herr Wonneberger, in der Winterpause haben sie von 20 Punkten und Platz fünf bis zehn in der Abschlusstabelle als Ziel gesprochen. Geworden sind es 26 Punkte und Platz sieben. Also rundum zufrieden?
Ich glaube, dass wir eine sehr gute Saison gespielt haben. Nur am Anfang, vor dem Bayern-Spiel, und am Ende, wegen der vielen Ausfälle und der schmalen Personaldecke, gab es einige Probleme. Da hat sich gezeigt, wie wichtig es war, mit dem Reserveteam gemeinsam trainiert zu haben. Wir konnten die Ausfälle zumeist ganz gut kompensieren. Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg.
Wo sehen Sie die größten Fortschritte?
Das Team versteht sich. Unter der Saison hat ein Reinigungsprozess stattgefunden, einige Spieler haben uns verlassen, die anderen sind näher zusammengerückt. Auf dem Spielfeld war ganz wichtig, dass wir unser Defensivverhalten verbessert haben. Nach 60 Toren in der Vorsaison haben wir diesmal nur 39 bekommen, sind damit fünftbestes Team der Liga.
Worauf führen Sie die Steigerung in diesem Bereich zurück?
Wir haben hart an unserem Defensivverhalten gearbeitet, spielen jetzt eine Dreierkette. Insgesamt ist das aber ein Verdienst der ganzen Mannschaft. Alle Spieler denken jetzt auch defensiv. Und man darf nicht vergessen, dass unser Torwart Marco Pöschmann mit seinen 37 Jahren erneut eine gute Saison gespielt hat. Er wird auch noch eine weitere dranhängen.
Im Angriff fällt die Bilanz mit 46 Toren – sieben Teams haben öfter getroffen – nicht ganz so positiv aus.
So würde ich das nicht formulieren. Unser Sturmduo Jonathan Schneider/Stefan Höer hat zusammen 19 Tore erzielt. Das ist für zwei so junge Spieler – 20 und 21 Jahre – ein sehr guter Wert. Und dann haben wir ja noch Bogumil Jablonski, der als Defensivspieler mit elf Treffern unser zweitgefährlichster Spieler war.
Trotzdem, nach dem Abgang von Islamovic zur Halbserie haben vorn die Alternativen gefehlt, vor allem, wenn einer der Stürmer ausgefallen ist. Zum Saisonende wurde es mit dem Personal generell knapp. Muss man sich Gedanken machen?
Nein, wir werden uns vor der neuen Saison wieder verstärken, einige zuletzt fehlende Spieler kommen auch wieder zurück. Ich will versuchen, drei Spieler – unter ihnen auch ein Stürmer – zu holen, die uns sofort weiterhelfen. Dazu sollen drei Spieler kommen, die wir an das Niveau der Landesliga heranführen wollen, so wie Thomas Hoinko in der vergangenen Saison etwa. Einer dieser Spieler wird Richard Lätsch sein, der Mannschaftskapitän der Nieskyer Eintracht. Und dann kommen drei Spieler aus der A-Jugend nach oben, die zunächst erst einmal unsere Reserve verstärken werden.
Wie weit sind die Verhandlungen fortgeschritten?
Ziemlich weit. Sie sollen im Verlauf der nächsten Woche beendet werden. Namen sage ich aber erst, wenn wirklich alles sicher ist.
Werden Spieler den Verein verlassen?
Ganz sicher ist das noch nicht. Wir wollen alle Spieler, die zuletzt in unserem Kader standen, behalten. Auch da laufen die Gespräche.
Wann geht es wieder los mit der Vorbereitung auf die neue Saison?
So viel Pause ist gar nicht. Am 8. Juli beginnt wieder das Training, die ersten Testspiele finden am 10. Juli gegen Dynamo Dresden II und am 11. Juli gegen den polnischen Erstligisten Slask Wroclaw statt. Und am 21. August beginnt die Saison.
Gespräch: Frank Thümmler
Montag 14. Juni 2010
Müde Görlitzer können Chemnitz II nicht gefährden
Von Dirk Macykowski
Der Ex-Budisse Kellig ebnet den Gästen früh den Weg zum Oberligaaufstieg
NFV Gelb Weiß Görlitz 09 0 (0)
Chemnitzer FC II 3 (2)
Am Ende einer erfolgreichen Saison wollten die Wonneberger-Schützlinge im letzten Heimspiel die Himmelblauen ein wenig ärgern. Die brauchten nur noch einen Punkt, um den Aufstieg zu sichern. Dass Chemnitz nichts dem Zufall überließ, konnte man der Aufstellung entnehmen. Neben Benduhn und Förster stand auch Kellig in der Startformation. Alle drei Spieler brachten es auf zusammen 37 Regionalligaeinsätze in der abgelaufenen Saison. Dafür musste Toptorjäger und Trainersohn Jendrossek erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Bei den Gelb-Weißen rückte nur Stefan Höer nach einer fiebrigen Erkältung ins Aufgebot zurück.
Die Gäste aus Chemnitz begannen sehr nervös und zeigten Lücken im Abwehrverbund. So ergab sich die erste Chance dann auch für die Gelb-Weißen. Jonathan Schneider tunnelte seinen Gegenspieler und stürmte frei aufs Tor zu. Bei dieser Aktion legte er sich den Ball einen Tick zu weit vor, so dass der Keeper dazwischen funkte. Nach gut zehn Minuten fingen sich die Gäste und übernahmen die Kontrolle. In der 16. Minute schickte Förster seinen Sturmkollegen Kellig steil, dieser setzte sich robust gegen Jens Garbe durch und erzielte den Führungstreffer. Mit dem Tor war die notwendige Sicherheit da, und die CFC-Reserve kontrollierte die Partie von nun an. In der 36. Minute verfehlte ein Gewaltschuss von Lehmann knapp das Tor. Spielführer Tino Pietsch half dann auch noch unfreiwillig mit. Bei dem Versuch, eine Flanke zur Ecke zu klären, traf er den Ball nicht richtig, und dieser segelte vorbei am Torwart ins eigene Netz – 0:2 (38.). Damit war die Partie schon entschieden, und die Stimmung beim Chemnitzer Anhang entsprechend.
In der zweiten Halbzeit ging es dann etwas gemächlicher zu. Dem NFV fiel kein Mittel gegen die gut stehende Defensive der Gäste ein – es fehlte wohl auch der allerletzte Wille, um dem Spiel noch einmal eine Wendung zu geben. Bei den wenigen gegnerischen Kontern passte die Abwehr jetzt besser auf. In der Schlussphase folgte nochmal ein Auftritt von Kellig, als er einen Elfmeter nach vermeintlichem Foulspiel zugesprochen bekam. Kerst Lehmann ließ sich die Chance nicht entgehen, obwohl Pätzold in die richtige Ecke abtauchte (80.) Benduhn versuchte es in der 83. Minute mit einem Gewaltschuss, aber Pätzold zeigte eine ganz starke Parade. Aber auch der Gästekeeper Ebersbach konnte sich noch einmal auszeichnen. Felix Grundmann zog aus 20 Metern ab. Doch blitzschnell tauchte der Chemnitzer Torwart in die rechte Ecke ab.
Nach dem Spiel feierten die Gäste mit einer Sektdusche den Aufstieg. Dennoch besteht in Görlitz kein Grund zur Enttäuschung – nach einer Saison ohne Abstiegssorgen.
NFV: Pätzold, Garbe, Nowak, Grundmann, Pietsch, Jugo, Potyszka,Hoinko, Russek, Höer, Schneider
Tore: 0:1 Kellig (18.), 0:2 Pietsch (ET, 38.), 0:3 Lehmann (79., FE), Schiri: Dirk Engelmann (Pegau)
Zuschauer: 360
Der NFV-Reserve geht die Puste aus
NFV Gelb-Weiß Görlitz II 1 (0)
Medizin Großschweidnitz 3 (1)
Die NFV-Reserve konnte einer starken Hinrunde mit 29 Punkten in der Rückrunde nur 15 Punkte folgen lassen. Gerade am Saisonende ging der Mannschaft die Puste aus, so dass die Niederlage gegen Großschweidnitz – auch angesichts der Personalprobleme – keine große Überraschung war.
In der Anfangsphase kam Schweidnitz kaum aus seiner Spielhälfte heraus. Die Görlitzer hatten Freistöße und Ecken und erspielten sich einige gute Schusspositionen, versagten aber im Abschluss immer wieder. Nach einer knappen halben Stunde kam die Medizin-Elf zu ihren ersten gefährlichen Angriffen. In der 38. Minute konnte der mitgereiste Fanblock dann aber zum ersten Mal jubeln. Frank Günzel lief nach einem guten Pass von Christian Weiler seinem Gegenspieler auf und davon und verwandelte überlegt. Nur zwei Minuten später brachten gleich mehrere Schweidnitzer Spieler bei einem Durcheinander im Görlitzer Torraum den Ball nicht über die Linie.
Nach der Pause hatte Schweidnitz zunächst die besseren Möglichkeiten. So kam Frank Günzel nach einem Durchbruch von Christian Weiler einen Schritt zu spät, Carsten Seifert scheiterte am Torwart und Ricardo Riediger traf nur das Außennetz. Danach wurden die Gelb-Weißen offensiver, lösten den Libero auf und drängten auf den Ausgleich. Dieser gelang ihnen durch einen unvermittelt abgegebenen Flachschuss von Tobias Eberlein. Jetzt wollten sie noch mehr und wurden dabei zweimal klassisch ausgekontert. Beide Male war Frank Günzel der Torschütze. Die entscheidenden Pässe kamen von Marcel Lucas und Martin Berndt. (rl)
NFV II: Röhricht – Hasse, Eberlein, Münnich, Fanselow, Seiffert, Schätzel, Mauksch, Kube, Adam, Gundeck (Eichberg, Lobedank)
Tore: 0:1, 1:2, 1:3 Günzel (40., 83., 88.) 1:1 Eberlein (76.), Schiedsrichter: Blasche (Kodersdorf)
Freitag 11. Juni 2010
Entscheidet doch das Torverhältnis?
Von Jürgen Schwarz
Am letzten Spieltag muss Spitzenreiter CFC II beim NFV Gelb-Weiß-Görlitz antreten, während Kamenz den Bornaer SV empfängt.
Am Kamenzer Torwart Stefan Schier lag es nicht, dass der Aufstieg vielleicht verpasst wird.
Die Konstellation an der Tabellenspitze der Sachsenliga vor dem 30. und letzten Spieltag am Sonnabend um 15 Uhr ist überschaubar. Der Chemnitzer FC II führt mit 66 Punkten vor dem FC Eilenburg (64) und dem SV Einheit Kamenz (63). Theoretisch kann jeder dieser drei Vereine noch Sachsenmeister werden, „aber praktisch liegen unsere Chancen bei 0,1 Prozent“, weiß Thomas Hentschel.
Angesichts der um 18 Treffer schlechteren Tordifferenz gegenüber dem Tabellenführer weiß auch der Trainer der Kamenzer, dass der Oberliga-Aufstieg für sein Team praktisch Utopie ist – zumal die Chemnitzer in dieser Woche verlauten ließen, dass ihre Reserve das Aufstiegsrecht wahrnehmen würde. Selbst eine 0:1-Niederlage des CFC II in Görlitz würde Einheit praktisch nichts nutzen, es sei denn, die Kamenzer überrollen Borna mit 17:0. Ein Fakt, den man nicht einmal Schlusslicht SV Bannewitz zutrauen würde, obwohl der Tabellenletzte in dieser Saison schon dreimal zweistellig unterlag.
Etwas günstiger stehen die Titelchancen für die Eilenburger, obwohl deren Tordifferenz noch geringer als die der Kamenzer ist. Doch eine CFC-Niederlage vorausgesetzt, würde der Oberliga-Absteiger mit einem Sieg in Naunhof nach Punkten am CFC II vorbeiziehen. Aus Sicht der Kamenzer erscheint das irgendwie sympathischer, denn schmerzlich wäre es doch ohne Zweifel, wenn am Ende das Torverhältnis über den Oberliga-Aufstieg entscheidet.
Thomas Hentschel hofft, dass seine Jungs genügend Moral entwickeln, um zum Saison-Halali ihren treuen Fans noch einmal ordentliche Fußballkost präsentieren. Dabei werden sie auf einen Gegner treffen, für den im Stadion der Jugend noch sehr viel auf dem Spiel steht. Der Bornaer SV (14.) liefert sich morgen mit Blau-Weiß Leipzig (15.) ein Fernduell um den zweiten Absteiger neben dem SV Bannewitz. Borna hat 20 Punkte zu Buche stehen, Blau-Weiß (in Radebeul zu Gast) nur 18. Da Oberligist FSV Zwickau die Insolvenz abwenden konnte, verbleibt der Drittletzte in der Landesliga.
Über Zu- und Abgänge wollte der Einheit-Coach vor dem Borna-Spiel „noch nicht sprechen“. So wird es am kommenden Montag die ersten personellen Neuigkeiten in der SZ zu lesen geben. Zumindest bestätigte Hentschel den fast sicheren Weggang von Sebastian Kieback: „Er hat mich angerufen und mitgeteilt, dass er zum 1. FC Lok Leipzig in die Oberliga wechseln will. Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber ich gehe davon aus, dass uns Sebastian verlässt. Für ihn ist es das letzte Pflichtspiel im Kamenzer Trikot.“
VfL kann für die neue Saison planen
Von Thomas Hoffmann
Die Wogen beim VfL Pirna-Copitz scheinen geglättet. Nachdem vor einer Woche noch Unmut beim Fußball-Landesligisten wegen mangelnder Unterstützung vonseiten des Vereinsvorstands herrschte, hat sich die Stimmung gewandelt. Trainer Andreas Trautmann ist nun wieder „positiv gestimmt“. Grund dafür ist die Genehmigung des Landesliga-Etats für die kommende Saison. Die Klärung sei nach einer am Montag anberaumten Mitgliederversammlung der Fußball-Abteilung erfolgt. „Da sind endlich die Sachen ausgesprochen worden, die uns bedrückt haben“, sagt Trautmann. Wichtigstes Ergebnis war die Klärung des Etats, dessen Höhe der Trainer allerdings nicht in Zahlen fassen möchte. „So viel kann ich sagen, die Größenordnung entspricht in etwa der des Vorjahres“, zeigt sich der VfL-Coach zufrieden. Bereits gestern Abend standen die ersten, längst geplanten Gespräche mit den Spielern hinsichtlich einer Verpflichtung für die kommende Spielzeit an. „Vielleicht ist eine schnelle Einigung mit 12, 13 Spielern drin“, sagt Trautmann, der darauf hofft, dass die Mannschaft ohne große Veränderungen zusammenbleibt.
Hartstock hört auf
Erste Spielerabgänge stehen aber bereits fest. Stefan Minge und Christoph Hartmann werden wohl nach Kamenz wechseln, Markus Weise nach Hainsberg. Vervollständigen wird das Quartett Routinier und Mannschaftskapitän Rico Hartstock, der laut Trautmann morgen beim Saisonfinale in Hohenstein-Ernstthal sein letztes Punktspiel für den VfL bestreiten wird. Ob gleichwertiger Ersatz in Aussicht ist, bleibt vorerst offen. „Wir sind erst am Anfang der Planung“, so der Trainer.
SZ-Bezirksliga
Der Heidenauer SV blickt noch nicht in die Zukunft. Die gesamte Konzentration gilt dem morgigen Finale der Punktspielserie. Noch hat der Tabellenzweite die Meisterschaft nicht abgehakt. Theoretisch ist der Staffelsieg und der damit verbundene Landesliga-Aufstieg für die Fröhlich-Elf noch drin. Das morgige Heimspiel gegen Schlusslicht Königswartha dürfte nicht die große Hürde sein und sollte gewonnen werden. Manager Uwe Kuhl warnt aber: „Solche Spiele sind immer gefährlich.“
Ein Sieg würde den Heidenauern aber nicht reichen. Sie müssen auf einen Ausrutscher von Dynamo Dresden 3. in Bad Muskau hoffen. Die Lausitzer hegen zwar als Tabellenfünfte keine Ambitionen mehr auf einen Spitzenplatz, können aber zur Punktefalle werden, wie der HSV auch schon selbst erfahren musste.
Sollten die Dynamos dort ohne Zähler bleiben, müsste aber noch das Zivilgericht gegen den Drei-Punkt-Abzug in der Spielerpassaffäre entscheiden. „Erst dann kann gejubelt werden“, so Kuhl.
Montag 07. Juni 2010
Verband ignoriert Zivilklage – Dynamo III als Meister geehrt
Von Jürgen Schwarz
Der Bezirksverband Fußball Dresden hat sich festgelegt: Die dritte Mannschaft der SG Dynamo Dresden ist Bezirksmeister und damit Aufsteiger in die Fußball-Sachsenliga. Mit einem 3:1 (1:1)-Heimsieg über den Lommatzscher SV verteidigten die Gelb-Schwarzen vor knapp 300 Zuschauern ihren 6-Punkte-Vorsprung gegenüber Verfolger Heidenauer SV, der mit 2:0 beim Hoyerswerdaer SV 1919 gewann.
Gegen Lommatzsch geriet der Tabellenführer sehr früh in Rückstand (Müller/7.), aber Thomas Weiss (9.), Willy Richter (63.) und Nico Talke (82.) sorgten noch für den standesgemäßen Erfolg der Dresdner. Dennoch eine bemerkenswerte Leistung, da der Spitzenreiter 84 (!) Minuten in Unterzahl spielte. Paul Stehr hatte für eine Notbremse die Rote Karte gesehen.
Nach der Partie in Dresden nahm Wolfgang Nitzschke, Vizepräsident und Vorsitzer des Spielausschusses, die Meisterehrung vor. „Wir haben den Pokal und die Medaillen“, stellte Trainer Jens Vick zufrieden fest. Danach startete er mit seinem Kollegen Jens Hieckmann und den Spielern „eine tolle Meisterfeier“. Bleibt nur zu hoffen, dass der Schuss nicht nach hinten losgeht.
In Heidenau nahm man die Meisterehrung in der Landeshauptstadt überrascht zur Kenntnis. Der Grund liegt auf der Hand: Der Tabellenzweite hat gegen einen 3-Punkte-Abzug Klage vor einem Zivilgericht eingereicht. Sollte der Klage stattgegeben werden, würde sich der Rückstand auf drei Punkte verringern. Am letzten Spieltag muss Dynamo III in Bad Muskau antreten, Heidenau erwartet das Schlusslicht aus Königswartha. „Die Möglichkeit, dass am Ende beide Vereine mit gleicher Punktzahl zu Buche stehen, besteht also noch“, stellt HSV-Coach Bernd Fröhlich fest. „Und bei Punktgleichheit entscheidet das Torverhältnis.“ Das spricht deutlich für Heidenau.
Beim Bezirksverband ignoriert man die Zivilklage der Heidenauer, weil das Urteil des Verbandsgerichtes bindend sei. So sieht man es auch bei Dynamo, wobei Vick anmerkt: „Wir holen in Bad Muskau sowieso einen Punkt, dann ist diese ganze Klagerei endlich vom Tisch.“
Der FV Dresden 06 Laubegast zeigte sich im letzten Heimspiel endlich wieder einmal von seiner guten Seite und bezwang den bisherigen Tabellendritten TSV Stahl Riesa mit 3:2 (3:1). Mann des Tages war Trainersohn Paul Kiontke, der alle drei Tore für den FV Dresden 06 markierte (19., 39., 45.) und selbst Danny Burda in den Schatten stellte. Immerhin erzielte Stahls Goalgetter sein 37. Saisontor (32.), während Martick für den 2:3-Endstand (72.) aus Riesaer Sicht sorgte. Bitter für die Gastgeber: Kiontke schied nach 59 Minuten mit Verdacht auf Bänderriss aus.
SC Borea II droht der Abstieg
Im Tabellenkeller wahrte der SV Großpostwitz-Kirschau mit einem 4:2-Heimsieg über die Oberliga-Reserve des SC Borea (Tore durch Zimmermann und Boros) die Chance auf den Klassenerhalt. Boreas „Zweite“ wäre mit 34 Punkten eigentlich schon im sicheren Hafen, aber den Dresdnern sollen wegen des Einsatzes eines nicht-spielberechtigten Akteurs drei Punkte abgezogen werden. Die „Nordlichter“ haben Einspruch eingelegt.
Dynamo III: Lohse – Weiss, Richter (75. Telatko), Karsten, Heinze (84. Maslov), Stehr, Ritter, Voigt, Fricke (70. Grohmann), Böhme, Talke.
Laubegast: Scheuermann – Wagner, Harnisch, Kaltofen, Lehner, Zortel, Zapke (77. Weiß), Kiontke (59. Kahlig), Nietzold, Bischoff, Krampe.
Borea II: Mittag – Storch, Zimmermann, Tozar, Boros (67. Genausch), Gaunitz, Wehner, Walther, Lenk, Seddig, Schäfer.
FCO-Pechtag in Leipzig
Von Michael Schubert
VfK Blau-Weiß Leipzig 3 (2) - FC Oberlausitz Neugersdorf 0 (0)
Es gibt eben Fußballspiele, in denen total der Wurm drin ist. Solche erwischten am Wochenende beide Männermannschaften des FCO. Nach verkorksten ersten Halbzeiten wurde man zwar spielbestimmend, schaffte aber die Wende nicht mehr. Und kurz vor Schluss kamen die Gegnermannschaften jeweils zu den spielentscheidenden Toren. Dabei hatte die Landesligareserve zwischenzeitlich noch den Anschlusstreffer geschafft, was in Leipzig der ersten Garnitur jedoch nicht gelang. Die FCO-Männer blieben damit im dritten Sachsenliga-Punktspiel hintereinander ohne einen eigenen Torerfolg. Und dabei gab es wiederum Chancen zur Genüge für einen anderen Spielausgang. Aber diesmal konnte sogar ein Elfmeter in der 57. Minute nicht genutzt werden. Thomas Hentschel war im Strafraum gefoult worden, aber Tino Hensel schoss zu ungenau und Tormann Rudolf im Leipziger Tor konnte parieren.
Zu dieser Zeit rannte der FCO schon eine Dreiviertelstunde dem 0:2-Rückstand hinterher, denn den gab es bereits nach elf Minuten. Ein Freistoßtor von Bader sorgte für den ersten Gegentreffer (5.) und dann war es Rüthrich, der ins lange Eck traf (11.). Da bei beiden Toren gerade FCO-Spieler wegen Verletzungen außerhalb behandelt werden mussten, stimmten wohl Zuordnung und Aufgabenverteilung nicht hundertprozentig. Überhaupt hatten die Neugersdorfer mit der recht harten Gangart der Hausherren ihre Schwierigkeiten und fanden wenig geeignete Gegenmittel.
Sieg- und Einsatzwillen war den Neugersdorfern jedenfalls kaum abzuschreiben. Schon in der 2. Minute hatte Tomasz Kociszewski nach Hentschel-Flanke die Führung auf dem Kopf. Auch Hentschel selbst (24.) und dann Donat (26.) verfehlten bei ihren Tormöglichkeiten jeweils nur knapp. Dann wählte Thomas Hentschel nach einem guten Spielzug die falsche Variante. Er jagte den Ball aufs kurze Toreck anstatt den besser postierten Tomasz Kociszewski anzuspielen (47.).
Nach dem verschossenen Elfer kam natürlich ein Bruch ins FCO-Spiel. Dazu stand der Leipziger Keeper meist goldrichtig und vereitelte nochmals das Anschlusstor, als Tomasz Kociszewski eine Hentschel-Eingabe direkt weiterleitete (70.). Kurz vor Schluss machten die Blau-Weißen mit dem 3:0 durch Wolf den Sack endgültig zu (88.).
Neben der Niederlage und dem Rutsch auf Tabellenrang sieben haben auch noch Strafkarten für die Neugersdorfer ärgerliche Konsequenzen. Marek Kociszewski musste mit glatt Rot vom Platz und fehlt damit ebenso wie Jamrich und Macek nach jeweils fünften Gelben im letzten Saisonspiel am Sonnabend zu Hause gegen den FC Grimma.
FCO Neugersdorf: Zelenka – Herzog (46. Štípek), Jamrich, Fröhlich, M. Kociszewski – Hensel, Kovarík (72. Reichelt), Macek, Donát – Hentschel, T. Kociszewski,
SR: Michael Rehm (Aue),
Zuschauer: 30